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„JOURNALISMUS IN DER DIKTATUR“

Ein Projekt des Deutschen Pressemuseums im Ullsteinhaus e.V
im Themenjahr 2013 „Zerstörte Vielfalt“

               Über das Projekt| Zum Leitmotiv | Archiv

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Übersicht
Ausgewählte Artikel – Zur historischen Orientierung –
Pressestimmen – Weitere Tagesmeldungen – Dokumente – Links

Ausgewählte Artikel Berliner Morgenpost vom 11.4.1933

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Quelle: Deutsches Pressemuseum im Ullsteinhaus e.V.
(Zum Lesen: Klicken Sie auf  die Titelseite. Ein weiterer Klick zur Vergrößerungsoption)

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In aller Kürze, BMP Seite 3

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Quelle: Deutsches Pressemuseum im Ullsteinhaus e.V.

 

In aller Kürze, BMP Seite 3 (Textauszug)

Nach einer parteiamtlichen Verfügung ist es SA.- und S.S.-Männern, Mitgliedern der NSBO., politischen Leitern und sonstigen Angehörigen der NSDAP. untersagt, in die inneren Verhältnisse der Reichsfinanzverwaltung (Landesfinanzämter, Finanzämter usw.) selbständig einzugreifen, Absetzungen zu verlangen oder selbst vorzunehmen und dergleichen.

[…]

Die rheinischen und westfälischen Organisationen der Deutschen Volkspartei haben beschlossen, ihre Auflösung zu vollziehen und ihren Mitgliedern den Uebertritt zur NSDAP. zu empfehlen. Die Entscheidung über das Schicksal der Partei hat der Zentralvorstand, der am 6. Mai zusammentreten wird.

[…]

Die Strafanstalt Gollnow ist mit vierzig kommunistischen Schutzhäftlingen belegt worden, die bis zur Bildung von Konzentrationslagern dort bleiben sollen.

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Der Neue Ton im Rathaus, BMP Seite 7

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Quelle: Deutsches Pressemuseum im Ullsteinhaus e.V.

 

Der neue Ton im Rathaus, BMP Seite 7 (Textauszug)

Gestern trat das neue Stadtparlament zu seiner ersten reinen Arbeitssitzung zusammen. Genau 25 Minuten dauerte die Erledigung von nicht weniger als 14 Punkten. Es ging kurz und sachlich zu, wie man es in diesem Hause nicht gewohnt war. Eigentlich sprach nur der Vorsteher Spiewok: „Ich eröffne die erste Lesung. Keine Wortmeldungen? Zweite Lesung – Wortmeldungen liegen nicht vor. Ich schreite zur Abstimmung. Wer für die Vorlage ist, möge die Hand heben. Einstimmig angenommen!“ So wurden fast alle Vorlagen einstimmig angenommen: von den Sozialdemokraten bis zu den Nationalsozialisten.

[…]

Zu Beginn der Sitzung verlas Vorsteher Spiewok ein Dankschreiben des Reichspräsidenten für seine Wahl zum Ehrenbürger. Auch der Reichskanzler hat, wie der Vorsteher mitteilte, die Berliner Ehrenbürgerschaft angenommen und sich für die Wahl bedankt.

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Pressestimmen

Vossische Zeitung vom 11.4.1933, Seite 3 – Goebbels über die Kunst (Ein Briefwechsel mit Furtwängler)

Vossische_Zeitung_1933-04-11_3

Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin, Stiftung Preußischer Kulturbesitz

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Freiburger Zeitung – Politische Osterferien

Wie wir erfahren, wird der Erholungsurlaub, in den der Reichskanzler heute gefahren ist, nur sehr kurz sein. Der Kanzler hat die Absicht, schon am Dienstag nach Ostern wieder in Berlin zu sein. Den Urlaub wird er, ebenso wie Reichsminister Goebbels, der übermorgen von Berlin abfährt, in Süddeutschland verbringen. Reichsaußenminister von Neurath ist ebenfalls bereits von Berlin abgefahren. Auch Dr. Hugenberg wird über Ostern nicht in der Reichshauptstadt sein. Vizekanzler von Papen und Reichsminister Göring sind bekanntlich in Rom […]

Außerdem werde dem Vizekanzler v. Papen der Wunsch nachgesagt, daß ein Konkordat zwischen Deutschland und dem Heiligen Stuhl geschlossen werden solle, das in seinen Grundzügen genau dem Konkordat entsprechen würde, das gegenwärtig zwischen Italien und dem Vatikan bestehe. Bei der heutigen Begegnung des Vizekanzlers mit dem italienischen Regierungschef Mussolini sei vermutlich ausführlich über eine Reise des Reichskanzlers Hitler nach Rom gesprochen worden. Man nehme vielfach an, daß Reichskanzler Hitler Ende April in Rom eintreffen werde. […]

Reichsminister Göring ist heute mittag 13:40 Uhr nach kaum 3½stündigen Fluge von München kommend in Rom eingetroffen. Göring, der während des ganzen Fluges selbst am Steuer der dreimotorigen Junkermaschine saß, landete bei starkem Bodenwind nach elegantem Gleitflug und Landungsmanöver, das den lauten Beifall des italienischen Luftfahrtministers Balbo fand.

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Weitere Tagesmeldungen

Studt, Reich, 16

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Die DNVP-Reichstagsfraktion wählt Otto Schmidt-Hannover als Nachfolger von Ernst Oberfohren, der als Gegner der Kooperation mit der NSDAP am 1. April zurückgetreten war, zum Vorsitzenden.

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Der Bayerische Bauern- und Mittelstandsbund stellt seine Tätigkeit ein und unterstellt sich der NSDAP-geführten Reichsbauernschaft.

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Der Deutschnationale Handlungsgehilfenverband verlässt den Deutschen Gewerkschaftsbund. Der Gesamtverband deutscher Angestellten-Gewerkschaften (Gedag) schließt sich an.

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Die „Vossische Zeitung“ veröffentlicht einen Briefwechsel zwischen Generalmusikdirektor Wilhelm Furtwängler und Reichspropagandaminister Joseph Goebbels (NSDAP) über die Tätigkeit jüdischer Künstler.

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Dokumente

Genschel, Verdrängung, 287Genschel, Verdrängung, 287

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Antisemitisches Plakat in Lübeck

AKiP_LübeckQuelle: AKiP

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Stadtverwaltung Köln

Walk, Sonderrecht,13,1——

Verordnung Reichinnenministerium und Reichsfinanzministerium

Walk, Sonderrecht,13,2

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Bibliografie

Nachweis der Dokumentationen und Darstellungen sowie der Zeitschriften und Zeitungen

Lektüre-Empfehlungen

Links

Kontakt

Die Pressechronik 1933 – „Journalismus in der Diktatur“ ist ein Projekt des
Deutschen Pressemuseums im Ullsteinhaus e.V.

Konzept und Projektkoordinaton: Holger Wettingfeld
Wissenschaftliche Beratung: Prof. Dr. Bernd Sösemann
Anfragen unter pressechronik@dpmu.de

Kooperationspartner

Prof. Dr. Bernd Sösemann

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