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„JOURNALISMUS IN DER DIKTATUR“

Ein Projekt des Deutschen Pressemuseums im Ullsteinhaus e.V
im Themenjahr 2013 „Zerstörte Vielfalt“

                    Über das Projekt| Zum Leitmotiv | Archiv

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Übersicht
Ausgewählte Artikel – Zur historischen Orientierung
Weitere Tagesmeldungen – Dokumente – Links

Ausgewählte Artikel Berliner Morgenpost vom 20.4.1933

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Quelle: Deutsches Pressemuseum im Ullsteinhaus e.V.
(Zum Lesen: Klicken Sie auf die Titelseite. Ein weiterer Klick zur Vergrößerungsoption)

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Gruß-Pflicht zwischen Reichswehr und Polizei, BMP Seite 3

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Quelle: Deutsches Pressemuseum im Ullsteinhaus e.V.

 

Gruß-Pflicht zwischen Reichswehr und Polizei, BMP Seite 3

Zwischen dem Reichswehrministerium und dem Ministerium des Innern ist vereinbart worden, daß Offiziere und Wehrmachtsbeamte in Uniform mit Polizei- und Landjägeroffizieren in Uniform den Gruß wechseln. Deckoffiziere, Unteroffiziere und Mannschaften der Reichswehr haben Polizei- und Landjägeroffizieren Ehrenbezeugungen zu erweisen. Das gleiche gilt für Polizei- und Landjägerbeamte gegenüber den Offizieren der Reichswehr. Zwischen Deckoffizieren, Unteroffizieren und Mannschaften der Reichswehr und Polizei- und Landjägereibeamten besteht kameradschaftliche Grußpflicht.

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„Durch Kampf zur Leistung“, BMP Seite 10

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Quelle: Deutsches Pressemuseum im Ullsteinhaus e.V.

 

Hinweis

Der sportliche Wettstreit wird einseitig als Kampf dargestellt, so dass die Bezüge zur Stählung des Körpers im Sinn einer erhöhten (den Militärs willkommenen) Leistungsfähigkeit nicht fern liegen.

 

Durch Kampf zur Leistung, BMP Seite 10

Der tiefe Sinn jeder sportlichen Betätigung liegt im Kampf. Wenn auch ihre Ziele rein ideell in der körperlichen Ertüchtigung und in der Erreichung einer körperlichen Vollkommenheit festgesetzt sind und theoretisch der Weg bis zu diesem Ziel Kämpfe an sich nicht nötig hätte, so sind diese doch durch den menschlichen Drang nach Gegnerschaft bedingt und stellen die überhaupt wichtigste Triebfeder dar im ganzen sportlichen Erleben. […]

Vielleicht das markanteste Beispiel in der langen Reihe der Kampf-Leistungen ist der gigantische Lauf des kleinen Argentiniers Zabala auf der Marathonstrecke. Einhunderteinundfünfzig und eine halbe Minute lang mußte dieser Athlet kämpfen, um seinen Lauf mit einer halben Minute Vorsprung zu gewinnen. „Ich hatte vor, zu siegen oder zu sterben!“ sagte er hinter dem Ziel in den Armen seiner Freunde. Der Kampf hatte seine Energie getrieben, zu leben und zu siegen.

Uebertreibung des sportlichen Ehrgeizes? Nein! Der Kampf erst erzeugt diese letzte Willenskraft, und erst recht der olympische Kampf ruft zur Pflicht: Für meinen Sport, für mein Volk, für mein Vaterland!

Hez.

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Pressestimmen

Boveri, Hauptstadtzeitung, 99aus: Boveri-Hauptstadtzeitung-99

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Dortmunder General-Anzeiger vom 20.4.1933 – „Dem Kanzler zum Gruß“

 

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Quelle: AKiP

 

Zur historischen  Orientierung

Das Hitler-Porträt von Emil Stumpp

Anlässlich Hitlers Geburtstag erschien auf der Titelseite des „General-Anzeigers“ für Dortmund und das gesamte rheinisch-westfälische Industriegebiet“ unter der Überschrift „Dem Kanzler zum Gruß!“ dieses Porträt des Gefeierten, das, wie offiziell verbreitet wurde, von der Redaktion in „böswilliger Absicht“ veröffentlicht worden sei. Die NSDAP vereinnahmte die Zeitung und ihr Zeichner wurde schwer bestraft.

Zur Langfassung

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Weitere Tagesmeldungen

Der kommissarische preußische Kultusminister, Bernhard Rust (NSDAP), ordnet die Gründung von drei Nationalpolitischen Erziehungsanstalten an. Er verfügt außerdem, Disziplinarstrafen für Schüler und Studenten wegen Beteiligung an der „nationalen Revolution“ zu löschen (rückwirkend zum 1. 1. bzw. 24. 2. 1925) und national aktive, sitzengebliebene Schüler zu versetzen.

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Wegen einer Karikatur des Reichskanzlers werden die Geschäftsräume und die Druckerei des „Dortmunder Generalanzeigers“ von der SA besetzt. Das bis dahin unabhängige Blatt geht zwangsweise in die Hände der NSDAP über. (siehe auch „Zur historischen Orientierung“)

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Nach dem Verbot der „Weltbühne“ im Deutschen Reich und der Verhaftung ihres Herausgebers Carl von Ossietzky, der seit dem 6. April im KZ Sonnenburg (bei Küstrin) inhaftiert ist, erscheint in Prag erstmals die von William S. Schlamm herausgegebene „Neue Weltbühne„.

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Im Deutschen Reich wird der 44. Geburtstag von Reichskanzler und NSDAP-Führer Adolf Hitler mit großem Aufwand gefeiert.

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Tagebuch

Thomas Mann (1875-1955), Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger 1929

Mann, Tagebuch, 54aus: Mann, Tagebuch, 54

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Jochen Klepper, (1903-1942), Theologe

Diller, Rundfunk, 124

aus: Klepper, Tagebuch

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Bibliografie

Nachweis der Dokumentationen und Darstellungen sowie der Zeitschriften und Zeitungen

Lektüre-Empfehlungen

Links

Kontakt

Die Pressechronik 1933 – „Journalismus in der Diktatur“ ist ein Projekt des
Deutschen Pressemuseums im Ullsteinhaus e.V.

Konzept und Projektkoordinaton: Holger Wettingfeld
Wissenschaftliche Beratung: Prof. Dr. Bernd Sösemann
Anfragen unter pressechronik@dpmu.de

Kooperationspartner

Prof. Dr. Bernd Sösemann

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