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„JOURNALISMUS IN DER DIKTATUR“

Ein Projekt des Deutschen Pressemuseums im Ullsteinhaus e.V
im Themenjahr 2013 „Zerstörte Vielfalt“

                 Über das Projekt| Zum Leitmotiv | Archiv

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Übersicht
Ausgewählte Artikel – Zur historischen Orientierung
Weitere Tagesmeldungen – Dokumente – Links

Ausgewählte Artikel Berliner Morgenpost vom 30.4.1933

BMP_Titel_30.04.33

Quelle: Deutsches Pressemuseum im Ullsteinhaus e.V.
(Zum Lesen: Klicken Sie auf die Titelseite. Ein weiterer Klick zur Vergrößerungsoption)

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„Reichsluftschutzbund gegründet“ und „Arbeit“, BMP Seite 2

+BMP_30.4.1933_Seite 2

Quelle: Deutsches Pressemuseum im Ullsteinhaus e.V.

 

Hinweis

Die Hitler-Papen-Hugenberg-Koalition investierte sogleich hohe Finanzbeträge in den Luftschutz und versuchte eine breite positive Resonanz in der Öffentlichkeit dafür zu erreichen.

 

Gründung des Reichsluftschutzbundes, BMP Seite 2 (Textauszug)

Reichsminister Göring erläßt folgenden Aufruf:

Deutsche Männer! Deutsche Frauen!
Seit dem Kriegsende verheißt man dem deutschen Volke die allgemeine Abrüstung.
Die Wahrheit aber ist, daß die Welt heute mehr in Waffen starrt als je zuvor.
Tausende von Kriegsflugzeugen stehen rings um Deutschland jederzeit einsatzbereit, während wir selbst in der Luft völlig wehrlos sind.
Sogar die Abwehr von der Erde aus hat man uns fast völlig genommen.
Dabei ist Deutschland durch die Luftwaffe stärker bedroht als irgendein anderes Land.
Jede deutsche Stadt ist für Bombenflieger erreichbar. Unsere wichtigsten Industrien liegen im nahen Wirkungsbereich fremder Fliegerkampfkräfte.
Der Luftschutz ist daher zu einer Lebensfrage für unser Volk geworden.
Er verlangt einen jahrelangen zielbewußten Aufbau unter fachmännischer Leitung und straffer Führung.
In der Eigenart der Luftschutzmaßnahmen ist es aber auch begründet, daß die Arbeit der Behörden allein nicht genügt.
Die verständnisvolle Mithilfe der gesamten Bevölkerung ist Voraussetzung für den Erfolg. Diese Mithilfe soll nunmehr, um jede Zersplitterung der Arbeit zu vermeiden, der neugegründeten „Reichsluftschutzbund e. V.“ als allein dafür in Frage kommender Verband auf nationaler Grundlage herbeiführen.

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Hinweis

Im Feuilleton werden Volkstum und Moral, Volksgemeinschaft und Pflichterfüllung als zentrale Werte feierlich dargestellt.

 

Arbeit! Der Born der Kultur, BMP Seite 2 (Transkript)

Von Bruno H. Bürgel

Streicht einen Augenblick die Arbeit aus dem Leben und es wird sinnlos, wird ein auf die Dauer ödes Puppendasein! In allen Ländern hat die gewaltige Arbeitslosigkeit, die Millionen dazu verurteilt zu feiern, tatenlos in den Tag hinein zu dämmern, einer erschlaffenden Langweiligkeit hingegeben, ein Absinken der Kultur, der Moral, der Sittlichkeit mit sich gebracht. Menschen, die nicht wissen was sie mit dem Tag anfangen sollen, noch dazu Menschen, die nicht auf verträumten Südseeinseln geboren wurden sondern in der nordischen Welt, durch die das hohe Lied der Arbeit braust, geraten auf Abwege. […]

Ueber alles Geldverdienen hinweg gibt Arbeit dem Schaffenden Wert, Ehre, die Genugtuung etwas zu sein. Wenn der große Shakespeare heute einem dieser gesunden Jungen, die seit Monden mürrisch arbeitslos durch die Straßen der Städte schlendern, sein berühmtes Wort zuriefe: „Bangt dir davor, derselbe Mann zu sein in Kraft und Tat, der du in Wünschen bist?“ er würde zur Antwort erhalten: „Schaff mir das Feld, schaff mir den Pflug, ich will die Erde und die Sonne segnen!“ – […]

In Jahrhunderten tasteten sich Erfinderwitz und hartes Mühen langsam vor, um die unabsehbare Vielheit aufzubauen, die in deutschen Landen auf engem Raum einem Siebzigmillionenvolk Arbeit, Brot und Lebensfreude, darüber hinaus hohe Beglückung auf allen Gebieten der Kunst, der Wissenschaft, der Ethik schenkt.

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Beginnen und wagen, BMP Seite 5

+BMP_30.4.1933_Seite 5Quelle: Deutsches Pressemuseum im Ullsteinhaus e.V.

 

Beginnen und wagen!, BMP Seite 5 (Transkript)

Zum 1. Mai

Nicht klagen und zagen,
Beginnen und wagen,
Die Fahnen tragen
In Sonne und Sturm!
Empor alle Stirnen!
Von ewigen Firnen
Den Herzen und Hirnen
Der Wille zur Tat.

Wir zünden die Brände
Und heben die Hände
Zur Zeitenwende
Und sind neue Zeit!
Wir herrschen und dienen!
Gebrüll der Maschinen!
Und hoch über ihnen
Unsterbliches Volk.

Es soll uns nichts trennen,
Den Bruder erkennen
Und Bruder nennen
In Stadt und in Land!
Kein Zagen und Zittern,
Nicht feige zersplittern,
Es wächst in Gewittern
Dem Volke das Brot.
Max Barthel

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Pressestimmen

Berliner Illustrirte Zeitung vom 30.4. 1933

BIZ 30.4.1933

 Quelle:AKiP

 

Transkript

Eine Feier von tausend Feiern: Das Stadion in Lichterfelde-Ost in Berlin erhielt den Namen Hitler-Stadion. zur Erinnrung an den Tag wurde von der S.S. der Standarte 9 und der Hitler-Jugend eine Hitler-Eiche gepflanzt.

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Dokumente

Anteil der jüdischen Bevölkerung in akademischen Berufen

AdR I1, 420aus:AdR-I1-420

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Gedicht „Das Riesenspielzeug“ von Erich Kästner (1899 – 1974)

Sösemann, Demokratie, 55-57_a

Sösemann, Demokratie, 55-57_bSösemann, Demokratie, 55-57_c

aus: Sösemann, Demokratie, S. 55-57

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Bibliografie

Nachweis der Dokumentationen und Darstellungen sowie der Zeitschriften und Zeitung

 

Lektüre-Empfehlungen

 

Links

 

Kontakt

Die Pressechronik 1933 – „Journalismus in der Diktatur“ ist ein Projekt des
Deutschen Pressemuseums im Ullsteinhaus e.V.

Konzept und Projektkoordinaton: Holger Wettingfeld
Wissenschaftliche Beratung: Prof. Dr. Bernd Sösemann
Anfragen unter pressechronik@dpmu.de

Kooperationspartner

Prof. Dr. Bernd Sösemann

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