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„JOURNALISMUS IN DER DIKTATUR“

Ein Projekt des Deutschen Pressemuseums im Ullsteinhaus e.V.
im Themenjahr 2013 „Zerstörte Vielfalt“

         Über das Projekt| Zum Leitmotiv | Übersicht historische Orientierungen

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Übersicht
Ausgewählte Artikel – Zur historischen Orientierung
Weitere Tagesmeldungen – Dokumente – Links

Ausgewählte Artikel Berliner Morgenpost vom 13.7.1933

BMP_13.7.33_Titel

Quelle: Deutsches Pressemuseum im Ullsteinhaus e.V.

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„Führer-Tagung der Kriegsopferverbände“ und
„Der Neubau der Kirche“, BMP Seite 3

+BMP_13.7.33_Seite 3

Quelle: Deutsches Pressemuseum im Ullsteinhaus e.V.

 

Hinweis

Die Weltkriegs-Veteranen ordnen sich ebenfalls dem Kurs der Reichsregierung unter.

 

Führer-Tagung der Kriegsopferverbände, BMP Seite 3 (Textauszug)

Im ehemaligen preußischen Herrenhaus fand am Mittwoch eine Führertagung aller Kriegsopferverbände zum Zwecke ihres Zusammenschlusses zur „Nationalsozialistischen Kriegsopferversorgung“ statt. Auf der Tagung waren u. a. anwesend: der Stellvertreter des Führers, Rudolf Heß, Reichsarbeitsminister Seldte, Reichspressechef der NSDAP, Dr. Dietrich, Präsident des Deutschen Staatsrates und Führer der Arbeitsfront, Dr. Robert Ley, bayrischer Innenminister Wagner.

Zum Reichsführer der „Nationalsozialistischen Kriegsopferversorgung“ wurde Reichstagsabgeordneter Hanns Oberlindober bestellt. Die Leitung der Führertagung lag in den Händen von Bertram Weiler (Köln), der versicherte, daß die Kriegsopfer zu ihrem Teil alles daran setzen würden, am Reiche Adolf Hitlers mitzuarbeiten.

Dann ergriff Reichsführer Oberlindober das Wort. Man hätte glauben müssen, daß ein niedergebrochenes Volk sich an seinem Soldatentum wieder aufrichtete. Das auf dieser Tagung geschaffene Einigungswerk könne nicht getrennt werden von dem Werk des unbekannten Frontsoldaten Adolf Hitler. Mit dem Einbau des Kyffhäuserverbandes, des Reichsbundes der Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterbliebenen und des Deutschen Offiziersbundes sei einem bedeutsamen Werk der Schlußstein eingefügt worden.

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Der Neubau der Kirche, BMP Seite 3 (Textauszug)

Alle Befürchtungen, daß der Staat eine Oberhoheit über die Kirche und ihr Bekenntnis aufrichten könnte, sind durch den Gang der Ereignisse und durch den klaren Wortlaut des neuen Verfassungswerks widerlegt. Die Eigenständigkeit der reformatorischen Bekenntnisse ist vielmehr verfassungsmäßig gesichert. Ueber dem Bekenntnis steht als einzige Autorität das Evangelium, wie es in der Heiligen Schrift bezeugt ist.

Das neue Verfassungswerk ist eine Rahmenverfassung, die in ihren einzelnen Teilen noch ausgefüllt werden muß. An der Spitze der neuen Kirche steht als Führer ein Reichsbischof, der dem lutherischen Bekenntnis angehören muß.

Das Führerprinzip, welches im Reichsbischofsamt Gestalt gewinnt, wird ergänzt durch die Mitwirkung des Kirchenvolks, die in der Nationalsynode ihren Ausdruck findet. […]

Da die neue Deutsche Evangelische Kirche keine Staatskirche ist, enthält die Kirchenverfassung keinen Arier-Paragraphen. Der Arier-Paragraph betrifft völkische Notwendigkeiten. Die Verfassung der neuen Kirche dagegen ist vom Evangelium her durch evangelische Notwendigkeiten bestimmt. Das schließt nicht die Abwehr artfremder Einflüsse besonders innerhalb der kirchlichen Führung aus. Aber diese Abwehr betrifft den theologischen Führernachwuchs, jedoch nicht die Gliedschaft der Gemeinde Christi.

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Pressestimmen

AIZ 14/33, Nr.27 vom 13.5.1933 – „Die Nation steht geschlossen hinter mir“

AIZ_14-33_Nr.27_13.5.1933_

aus:  David Evans, John Heartfield, AIZ/VI 1930-38

„Die Nation steht geschlossen hinter mir“

Konzentrazionslager Deutschland

„Ich kenne keine Parteien mehr. Ich kenne nur noch Gefangene.“

 

Hinweis

Der Untertitel bezieht sich auf das Zitat von Kaiser Wilhelm II. zum Beginn des 1. Weltkriegs:“ Ich kenne Parteien mehr, ich kenne nur noch Deutsche.“

Die Montage von John Heartfield gleicht einem Sonderartikel über Nazi-Schutzhaftlager, verteilt über ganz Deutschland, mit der Überschrift: „In Deutschland nichts Neues“, eine Anspielung auf E.M. Remarques Antikriegsroman „Im Westen nichts Neues“ von 1929.

Rechts von Hitler ist Paul Löbe, SPD (1875-1967) abgebildet, von 1920 – 1933 Mitglied des Reichstags und von 1930 bis 1932 Reichstagspräsident. Löbe war 1933 zwischenzeitlich in Schutzhaft interniert.

Links von Hitler: Ex-Reichskanzler Heinrich Brüning. Im Juli 1933 gab Brüning den Vorsitz der katholischen Zentrumspartei ab, die sich kurz danach, so wie alle anderen bürgerlichen Parteien, selbst auflöste. 1934 verließ er Deutschland.

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„Jugendführer-Schule Potsdam eröffnet“ – Berliner Tageblatt vom 13.7.1933

BT 13.7.1933

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Berliner Illustrirte Zeitung Nr. 27, 9.7.1933, Titelseite

BIZ 9.7.1933_Titelseite

Quelle:AKiP

„Im Forum Mussolini, dem neusten und schönsten Stadion der Welt.“ (Foto: A.P. – Eisenstaedt)

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Berliner Illustrirte Zeitung Nr. 27, 9.7.1933

BIZ 9.7.1933

Quelle:AKiP

 

Reichspräsident von Hindenburg begrüßt Reichskanzler Adolf Hitler vor dem Portal seines Gutshauses in Neudeck:

Der Kanzler weilte zwei Tage im Schloß Neudeck zu Besuch, um die gesamte politiche Lage mit dem Reichspräsidenten zu besprechen.  Fot. Kühlewindt.

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Weitere Tagesmeldungen

Im „Zeitungsdienst“ der NSDAP erklärt Roland Freisler, Staatssekretär im preußischen Justizministerium: „Die gefühlsduselige Rücksichtnahme darauf, den Rechtsbrecher ja nicht scharf anzufassen, bedeutet eine Versündigung an der Pflicht der Strafrechtspflege, das Volk als Ganzes rein und gesund zu halten“.

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Studt, Reich, 24——-

Becker, Hitler, 377——-

Horkenbach, Reich, 282f._a

Horkenbach, Reich, 282f._b 

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Bibliografie

Nachweis der Dokumentationen und Darstellungen sowie der Zeitschriften und Zeitungen

Lektüre-Empfehlungen

Links

Kontakt

Die Pressechronik 1933 – „Journalismus in der Diktatur“ ist ein Projekt des
Deutschen Pressemuseums im Ullsteinhaus e.V.

Konzept und Projektkoordination: Holger Wettingfeld
Wissenschaftliche Beratung, Inhalt und Kommentare: Prof. Dr. Bernd Sösemann
Anfragen unter pressechronik@dpmu.de

Kooperationspartner

Prof. Dr. Bernd Sösemann

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