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„JOURNALISMUS IN DER DIKTATUR“

Ein Projekt des Deutschen Pressemuseums im Ullsteinhaus e.V.
im Themenjahr 2013 „Zerstörte Vielfalt“

Über das Projekt| Zum Leitmotiv | Übersicht historische Orientierungen

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Übersicht
Ausgewählte Artikel – Zur historischen Orientierung
Weitere Tagesmeldungen – Dokumente – Links

Ausgewählte Artikel Berliner Morgenpost vom 24.12.1933

„Deutsche Weihnacht!“ und „Das Urteil von Leipzig“, BMP Titel

+BMP_24.12.1933, Titel

Quelle: Deutsches Pressemuseum im Ullsteinhaus e.V.

 

Das Urteil von Leipzig, BMP Titel (Textauszug)

Der vierte Strafsenat des Reichsgerichts sprach gestern das Urteil gegen die Angeklagten im Reichstags-Brandstifterprozeß. Der Hauptangeklagte van der Lubbe wurde wegen Hochverrats in Tateinheit mit aufrührerischer Brandstiftung und versuchter einfacher Brandstiftung zum Tode verurteilt.

Die Angeklagten Torgler, Dimitroff, Popoff und Taneff wurden freigesprochen.

Nach Schluß der durch den Vorsitzenden, Senatspräsident Dr. Bünger, gegebenen Urteilsbegründung wurden die vier Freigesprochenen abgeführt und in Schutzhaft genommen. Die Angeklagten haben ihr Urteil mit größter Ruhe und ohne äußerliche Bewegung aufgenommen.

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Fortsetzung „Deutsche Weihnacht!“, BMP Seite 2

+BMP_24.12.1933, S.2

Quelle: Deutsches Pressemuseum im Ullsteinhaus e.V.

 

Hinweis

Die Berliner Morgenpost verkündete die weltliche Botschaft vom „Fest der Wintersonnenwende“, pries den Rhythmus der Natur und beschrieb seine Wirkung auf den Menschen. Die christliche Botschaft wurde als eine Art Nachfolge indo- bzw. nordgermanischen Geisterkults dargeboten. Der „Schriftleiter“ reduzierte das Christfest zu einer Feier des Lichtes, der Wärme und des Friedens.

 

Fortsetzung Deutsche Weihnacht!, Seite 2 (Textauszug)

Friede auf Erden! haben die himmlischen Heerscharen gesungen, die irdischen Heere aber wollen immer noch nicht abrüsten. Dennoch, und obwohl wir mit dem Jahre 1934 im Grunde seit zwei Jahrzehnten Krieg haben, wollen wir nicht aufhören, an den Frieden zu glauben. Das ruchlose Wort vom „nächsten Krieg“ wird nicht von verantwortungsbewußten Deutschen gesprochen; man kann nicht ehrlicher als unser Kanzler, der die Schrecken des modernen Krieges kennt, für den Frieden eintreten und arbeiten, einen Frieden, der jedem Volk das Seine läßt, den Frieden der Ehre, für den das ganze Deutschland mit Ja gestimmt hat. Die Gespräche über solchen Frieden, die wir nach Osten wie nach Westen anzuknüpfen versuchen, vielleicht führen sie doch eines Tages zum Erfolge. Vielleicht, – wenn auch Frankreich sich auf seine Christenpflicht besinnt, auf das Lieben oder Verstehen der „Feinde“, die heute keine Feine mehr sein wollen.

[…] Fröhliche Weihnachten! klingt es heute über die Welt. Wir Deutschen rufen es tief aus dem Herzen uns und allen zu; wir wollen uns den Glauben an eine schönere Zukunft nicht mehr nehmen lassen. Möge die Welt auch an uns glauben, auf unsere Friedenbereitschaft vertrauen, unsere Ehre uns lassen und mit der frohen Weihnachtsbotschaft endlich Ernst machen, – auf daß es allen Menschen wieder wohlgefalle und wohlergehe auf Erden!

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Pressestimmen

Berliner Illustrite Zeitung, Nr.51 Titelseite vom 24.12.1933

BIZ 24.12.1933
Quelle: AKiP

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Die Freigesprochenen in Schutzhaft genommen, Neue Zürcher Zeitung vom 24.12.1933

NZZ 24.12.1933

Quelle: AKiP

Die Freigesprochenen in Schutzhaft genommen, NZZ vom 24.12.1933 (Transkript)

Nach Schluß der Verhandlungen im Reichstagsbrandstifterprozeß wurden die vier freigesprochenen Angeklagten Torgler, Dimitroff, Popoff und Taneff von der Leipziger Polizei in Schutzhaft genommen.

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Wie war es möglich? Betrachtungen zur deutschen Arbeitsmarktlage. Von Fritz Eberhard, Sonntags-Zeitung vom 24.12.1933

Sösemann, Eberhard, 355-358_a

Sösemann, Eberhard, 355-358_b
aus: Sösemann, Eberhardt, 355-358

Zur Fortsetzung des Artikels

 

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Simplicissimus, Nr.38 Titelseite vom 24.12.1933

Simpl 24.12.1933_TitelQuelle: AKiP

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Kladderadatsch, Nr. 52 Titelseite vom 24.12.1933

Kladd 24.12.1933

Quelle: AKiP

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Weitere Tagesmeldungen

Horkenbach, Reich, 708

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Reichsminister Rudolf Heß, der Stellvertreter des Führers der NSDAP, wendet sich in einer von allen deutschen Sendern und den Radiostationen Pernambuco, Rio de Janeiro und Buenos Aires ausgestrahlten Rede an die Auslandsdeutschen und die deutschen Seeleute. Heß erklärt, das Ziel der Reichsregierung sei es, den Frieden zu bewahren und Europa vor dem „bolschewistischen Chaos“ zu retten.

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Dokumente

Himmler an SS-Gruppenführer [Kurt] Daluege

Heiber, Wahnsinn, 121

aus: Heiber, Wahnsinn, 121

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Bibliografie

Nachweis der Dokumentationen und Darstellungen sowie der Zeitschriften und Zeitungen

Lektüre-Empfehlungen

Links

Kontakt

Die Pressechronik 1933 – „Journalismus in der Diktatur“ ist ein Projekt des
Deutschen Pressemuseums im Ullsteinhaus e.V.

Konzept und Projektkoordination: Holger Wettingfeld
Wissenschaftliche Beratung, Inhalt und Kommentare: Prof. Dr. Bernd Sösemann
Anfragen unter pressechronik@dpmu.de

Kooperationspartner

Prof. Dr. Bernd Sösemann

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