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„JOURNALISMUS IN DER DIKTATUR“

Ein Projekt des Deutschen Pressemuseums im Ullsteinhaus e.V.
im Themenjahr 2013 „Zerstörte Vielfalt“

Über das Projekt| Zum Leitmotiv | Übersicht historische Orientierungen

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Übersicht
Ausgewählte Artikel – Zur historischen Orientierung
Weitere Tagesmeldungen – Dokumente – Links

Ausgewählte Artikel vom 26.12.1933

Nach dem Leipziger Urteil. Kommentare der deutschen Presse, Neue Zürcher Zeitung vom 24.12.1933

+NZZ 26.12.1933_a

+NZZ 26.12.1933_b
Quelle: AKiP

 

Nach dem Leipziger Urteil. Kommentare der deutschen Presse, NZZ 26.12.1933 (Textauszug)

Die Berliner Abendblätter beschäftigten sich alle einläßlich mit dem Leipziger Urteil. Uebereinstimmend wird betont, daß der Freispruch Torglers und der drei Bulgaren in keiner Weise eine Widerlegung der Anschauung bedeute, daß die Kommunistische Partei in der fraglichen Zeit einen gewaltsamen Umsturz versucht habe. Der „Lokalanzeiger“ sagt, das Volksurteil sei durch den Leipziger Spruch bestätigt worden. Ueber van der Lubbe sei der weiße Stab gebrochen; aber der Kampf gegen seine Mittäter und Mithelfer im weitesten Sinne werde weitergehen. Der „Börsenkurier“ hebt hervor, daß das höchste deutsche Gericht nicht nur mit seinem endgültigen Urteil, sondern mit der ganzen Führung des Prozesses die Eigenschaften bewährte, die der Reichsgedanke des neuen Deutschland vom „königlichen“ Richter erwarte, nämlich den unbeirrbaren Willen zum Recht und absolute Unvoreingenommenheit. Die „Deutsche Zeitung“ betont, daß das Gericht in voller Objektivität und mit aller Gewissenhaftigkeit entschieden habe.

Der „Völkische Beobachter“ sagt unter Bezugnahme auf die Ausführungen der nationalsozialistischen Parteikorrespondenz (die von einem Fehlurteil spricht): Diese Stellungnahme zum Leipziger Fehlurteil entspricht zweifellos der Auffassung des gesamten deutschen Volkes, soweit es sich von gefunden Reichsempfinden leiten lasse. Wir sind überzeugt, daß das nationalsozialistische Deutschland dieses Urteil nicht ohne Folgerungen für die Regelung von Zuständen in der Rechtspflege hinnimmt, die eine solche Prozeßführung ermöglichten. Es wird sehr schnell die nötigen Folgerungen zu ziehen wissen und Zustände beseitigen, die geeignet sind, die Erfolge der nationalsozialistischen Revolution zu beeinträchtigen. […]

Die nationalsozialistische Parteikorrespondenz schreibt zum Leipziger Urteil unter der Ueberschrift „Das Leipziger Fehlurteil“ u.a.:

„Das Urteil im Reichstagsbrandstifterprozeß ist nach dem Rechtsempfinden des Volkes ein glattes Fehlurteil. Wir können uns nicht einmal die formaljournalistischen Gründe des Gerichts zu eigen machen, da sie dem heutigen staatspolitischen Rechtsempfinden des deutschen Volkes in keiner Weise entsprechen. Wenn das Urteil dem wahren Recht, das im neuen Deutschland wieder seine Geltung haben soll und im Volksempfinden sein Wurzeln hat, entspräche, hätte es anders gelautet. Dann wäre schon die ganze Prozeßanlage und die Prozeßführung eine andere gewesen. Wenn man überhaupt von einem für das deutsche Volk positiven Ergebnis dieses Prozesses sprechen wolle, könne höchstens hingewiesen werden auf die eindrucksvolle Widerlegung der verleumderische Behauptung der deutschfeindlichen Greuelpropaganda.“

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Berliner Illustrirte Zeitung 24.12.11933 – Werbeanzeige

BIZ 24.12.1933
Quelle: AKiP

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Kladderadatsch vom 24.12.1933 – Berufsverbrechen

Kladd 24.12.1933

Quelle: AKiP

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Brennessel vom 19.12.1933 – Bilderbuch der „Guten alten Zeit“

Brennessel 19.12.1933

Quelle: AKiP

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Karikatur

Hitler – Le Populaire du Centre 1933 (R.Fuzier)

AKiP_HitlerKar. Le Populaire du Centre 1933 (R.Fuzier)

Quelle: AKiP

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Tagebuch am 26.12.1933

Thomas Mann (1875-1955), Schriftsteller und Nobelpreisträger

Mann, Tagebuch, 277

aus: Mann, Tagebuch, 277

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Bibliografie

Nachweis der Dokumentationen und Darstellungen sowie der Zeitschriften und Zeitungen

Lektüre-Empfehlungen

Links

Kontakt

Die Pressechronik 1933 – „Journalismus in der Diktatur“ ist ein Projekt des
Deutschen Pressemuseums im Ullsteinhaus e.V.

Konzept und Projektkoordination: Holger Wettingfeld
Wissenschaftliche Beratung, Inhalt und Kommentare: Prof. Dr. Bernd Sösemann
Anfragen unter pressechronik@dpmu.de

Kooperationspartner

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